Erweiterung Landesmuseum

Erweiterung Schweizerisches Landesmuseum
Museumsstrasse 2
8021 Zürich
Architekten: Christ + Gantenbein (Erweiterungsbau), Gustav Gull (Altbau)
Eröffnung: 2016

Fotos: Braun Erdman Architekten GmbH


Am Wochenende des 1. Augusts 2016 wurde mit einem grossen Fest der Erweiterungsbau des Landesmuseums eröffnet. Von Sonntag- bis Montagabend war dieser während 26 Stunden erstmals öffentlich zugänglich.

Der Altbau des Landesmuseums wurde zwischen 1892 und 1898 vom Architekten Gustav Gull gebaut, schon 1910 wird aus Platzmangel ein Erweiterungsbau geplant, für welchen ebenfalls Gustav Gull den Auftrag erhält. Später übernehmen die Stadtbaumeister Hermann Herter und A.H. Steiner, jedoch ohne dass je eine Erweiterung zustande kommt.
2002 findet ein internationaler Architekturwettbewerb für die Erweiterung statt, aus welchem das Projekt von Christ und Gantenbein Architekten aus Basel als Sieger hervorgeht.

Der Sichtbetonbau fügt sich nördlich an die bestehende Anlage, erweitert den Innenhof und schliesst diesen gleichzeitig ab, bewahrt jedoch die Zugänglichkeit vom Platzspitz-Park her. Elegant verbindet der monolithische Körper den nordwestlichen Flügel mit dem Kunstgewerbeflügel. Im Wettbewerbsprojekt war vorgesehen diesen abzubrechen, jetzt findet dort ein Café mit Restaurant Platz.

Auch im Innern ist Beton das dominierende Material. Die Besucher werden durch die polygonalen, mal schmaleren, mal breiteren Ausstellungsräume durch den Erweiterungsbau geführt. Dieser bietet Ausstellungsfläche auf drei Ebenen, welche über eine phantastische Kaskadentreppe miteinander verbunden sind. Entlang der Treppe befinden sich einige Bullaugen, welche mit der Introvertiertheit brechen und einen Ausblick auf den umschlossenen Hof ermöglichen.

 

Pläne (von archdaily.com): Grundriss EG / Grundriss 1.OG / Grundriss 2.OG / Längsschnitt / Querschnitt


Quellen:

NZZ-Beilage „Das neue Landesmuseum“ vom 28.7.2016
www.nationalmuseum.ch:  Medienmitteilung, Daten und Fakten

 

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